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N-Acetylglucosaminidase

β-NAG 
Stand vom 23.03.2005
Bezeichnung N-Acetylglucosaminidase
Synonyme β-NAG
Zuordnungen Klinische Chemie
Probenmaterial 2 ml Urin
Probentransport Postversand möglich
Klinische Indikationen Verdacht auf tubuläre Nierenschädigung, Tay-Sachs-Syndrom, Sandhoff-Syndrom
Methode PHOT
Ansatztage 2/Woche
Referenzbereiche < 7 U/l
Beurteilung β-NAG ist ein ubiquitär vorkommendes lysosomales Enzym mit drei Hauptformen (A = 80 % der Gesamtaktivität, B; C I1, I2, M, P, S). Es ist insbesondere im proximalen Nierentubulus-Epithel reichlich vorhanden. Die pyhsiologischen Substate sind Glykoproteine und Glykolipide. Bei intakter glomerulärer Basalmembran wird die Ausscheidungsrate aufgrund des hohen Molekulargewichts von ca. 150 kD nicht durch die Serumkonzentration von β-NAG beeinflusst.
Erhöhte Ausscheidung bei:
Störung der proximalen Tubuluszellen durch Medikamente wie Cisplatin, Aminoglykoside, diabetische Nephropathie, Hypertonie

Enzymmangelkrankheit:
- Tay-Sachs-Syndrom
- Sandhoff-Syndrom

Hinweise zum Leistungsverzeichnis

Die angegebenen Referenzbereiche sind ggf. von der verwendeten Untersuchungsmethode abhängig und können daher nur zur Orientierung dienen. Die Angaben zu klinischen Indikationen, Beurteilungen und Bemerkungen beziehen sich auf wichtige Informationen zur jeweiligen Laboruntersuchung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner. 

(N), (U), (W) = Die im Leistungsverzeichnis mit W (Weiterleitung) gekennzeichneten Untersuchungen werden von Laboratorien des Laborverbundes für Medizinische Diagnostik, die mit U (Unterauftrag) gekennzeichneten Untersuchungen werden von anderen Laboratorien durchgeführt und gegebenenfalls auch abgerechnet. Mit N werden alle Leistungen gekennzeichnet, die noch nicht akkreditiert sind.